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Samstag, 9. April 2011

Singapur - Little India

Ohne Worte - Farbenpracht zum Geniessen
















So habe ich genächtigt


Jedes Zimmer im Hotel ist von einem anderen Künstler gestaltet worden. Meines hiess Da Jie (jiejie heist grosse Schweser, und da heisst gross, also die grosse grosse Schwester sozusagen). Besagte Lady hat in Übergrösse an der Wand über meinen Schlaf gewacht.


Alles in grün und transparent offen gehalten
 klein und übersichtlich
Und auch für die nötige Abkühlung bei über 30 Grad und nach den Sightseeing-Strapazen war gesorgt!

Samstag, 2. April 2011

Kreischende Teenager und röhrende Motoren

Ich bin ja völlig ignorant. Da sitze ich mit einem Promi im Flugzeug und weiss es nicht mal... Erst die kreischenden Teenager-Weibchen am Flughafen Singapur waren ein Anzeichen, dass wohl noch jemand bedeutendes mit an Bord war. Beschrieenes Objekt dieser Begierde war ein schmächtiger Jüngling in moderner Jeans, tief ins Gesicht gezogener Kappe und einer Spiegelsonnenbrille à la Top Gun. Wobei er zu Zeiten dieses Filmes bestimmt noch nicht geboren war. Glücklicherweise war sein Gepäck Super-Priority und nicht nur Normal-Priority und so zog er relativ schnell von dannen, unterlegt vom Kreischen natürlich und auch mit entsprechendem Posieren. Die Hörnerven von uns normalsterblichen Passagieren konnten wieder etwas aufatmen. Leider kann ich absolut keine Angaben machen, um wen es sich handelte. Mit den asiatischen Boygroups - und glaubt mir, da gibt es zahlreiche aus Korea, Japan und Taiwan - bin ich  nicht vertraut und ich habe auch nicht vor, in dieses Wissensgebiet viel Hirnschmalz zu investieren. Ich bin jedenfalls froh, habe ich mich bei der Ankunft des nächsten Promis - ja heute war ziemlich was los an diesem Flughafen - mit meinem Gepäck vor einer Stampede an liebestollen Mädchen noch in Sicherheit werfen können. Das zweite Fanobjekt wurde jedenfalls von Sicherheitsleuten in einen Minivan verbrachtet, dem war das wohl so wenig geheuer wie mir.

Das war mein Vormittag. Während dem Abschluss-Schlumi am Abend wurde dann der Reiz des Abends etwas durch eine Autoschlange vor der Bar beeinträchtigt. Die Schlange an und für sich wäre nicht so das Problem gewesen, wäre nicht dieser eine Spinner hervorgestochen. Irgendeine Sportkarre, wo man sich schon fast flach auf den Boden legen muss um einzusteigen und natürlich dauernd das Gas heulen lassen. Das jaulte dann wie ein Rasenmäher kurz vorm Abkratzen. Und dann plötzlich Stille. Ich weiss jetzt noch nicht ob beabsichtigt, oder liegen geblieben. Jedenfalls hat sich gleich eine Gruppe mit Fotoapparaten bewaffnet auf das Gefährt gestürzt um es von allen Seiten abzulichten. Wers nötig hat sich so zu präsentieren kann ich da nur sagen. Ich jedenfalls habe mich über die eingekehrte Ruhe gefreut und weiter meinen Mojito geschlürft, Mojito Royal notabene, der mit dem Schämpis verfeinerte, eh ja, man ist ja schliesslich wer.

Singapur - Die Ankunft

Ankunft in Singapur – der saubersten Stadt der Welt?

Fährt man vom Flughafen weg, ist man tatsächlich davon überzeugt. Sogar das Gras und die Pflanzen stehen Spalier und scheinen es aus Rücksichtnahme nicht zu wagen, das kleinste Blättchen fallen zu lassen. Ein bisschen weiter sieht man jedoch deutlich, dass dies nicht der natürlichen Anpassungsfähigkeit an die von menschen eingeführte Kultur zu verdanken ist, sondern einer – über die Mitagspause unsichtbaren - Heerschar putzender Geister. Da mitten am Tag erst die Hälfte des täglichen Pensums geschafft werden konnte, bekommt man doch noch ein paar unaufgeräumtere Ecken zu sehen.

Es kommt noch besser. Neben den stylischen Hochhäusern (eines leicht gekrümmt mit einer Art Frachtschiff auf dem Dach) finden sich die bunten alten Shophäuser in den Quartieren Chinatown und Little India, Menschengewusel inklusive. Mein Hotel liegt in ersterem. Der Empfang war grossartig. Wie übrigens schon am Flughafen. Alle sprechen ein hervorragendes Englisch und die Höflichkeit ist grandios. Für ein paar Tage kann ich also mein radebrechendes Chinesisch zur Seite legen. Da mein Zimmer noch nicht bezugsbereit war, wurde mir mit einem Lächeln gleich mal ein Lunch im Restaurant „verkauft“. Da konnte ich nach einer langen Reise und einem enorm frühen Start dann nicht widerstehen. Wie auch dem Bier dazu, und dann gab es wegen der Euphorie gleich noch ein zweites. Mein boneless chicken (endlich mal wieder, das mit den Knochen am Fleisch finde ich in Taiwan eher etwas mühsam, weil ich das nicht besonders mag) in einer süss-scharfen Chili-Mango-Sauce mit knusprig gebratener Haut war absolut grandios. Der Service auch hier tadellos und dann wurde mir auch wieder persönlich von den netten Ladies an der Reception die Nachricht überbracht, dass mein Zimmer nun bereit sei und ich einfach rüberrollen muss, wenn ich mein Mahl beendet hätte. Rollen im wahrsten Sinne des Wortes, das Essen war nicht nur geschmacklich ausgezeichnet, sondern auch vom Umfang her enorm. Aber für meine anstehende Besichtigungstour ist ja auch Energie vonnöten. Totale Begeisterung von meiner Seite, das werden absolut grandiose Tage werden, wenn das so weitergeht. Und auch wenn der Level ein bisschen sinken sollte, kein Grund zum Klagen. Der Start in den Aufenthalt kriegt die Note „Absolut Top“. Jetzt mache ich mich auf die Socken, ich habe definitiv Lust auf Mehr Singapur. Muss ich es noch speziell erwähnen: das Wetter ist toll. Leicht bewölkt und deshalb ideal um die Stadt zu erkunden. 30 Grad wird es ja trotzdem. I am loving it.

PS: Das Zimmer ist auch genial. Aber dazu später mehr.

Freitag, 1. April 2011

Und wieder weg....

Ja ich weiss, dies wird mittlerweile etwas repetitiv... Aber hier haben wir ein verlängertes Wochenende wegen zwei Feiertagen und das nutze ich, um Singapur unsicher zu machen. Ist ein Weilchen her, seit ich dort war. Zwanzig Jahre etwa, um genau zu sein. Da wird sich das eine oder andere verändert haben.

Zum Logieren habe ich mir ein nettes Designhotel ausgesucht, man gönnt sich ja sonst nichts. Zum Reinschnuppern wo ich absteige:

http://www.newmajestichotel.com/

Wie es mir gefallen hat später auf dieser Seite.

Fire Drill im 101

Der gestrige Tag began mit einer unfreiwilligen Fitnessübung: der halbjährlichen Evakuierungsübung des 101. Für uns, die wir die privilegierte Aussicht vom 54. Stockwerk aus über die Stadt geniessen, bedeutet das natürlich auch einen entsprechend langen Weg nach unten. Pünktlich zum Uebungsbeginn wird man über die Lautsprecher aufgefordert sich auf den Weg zu machen. Die Sicherheitsverantwortlichen der einzelnen Stockwerke, ausgestattet mit Leuchtwesten, Helm und einem blinkenden Stab zum Weisen des Weges stehen an den Treppenhauseingängen bereit. Und dann geht es los, ziemlich langweilig im Kreis Richtung unten. Ein paar kleine „Auslassungen“ machen den Weg kürzer: so gibt es beispielsweise keinen 44. Stock. Die Zahl vier ist keine gute Zahl, sie wird fast gleich ausgesprochen wie das Wort „Tod“. Der Doppeltod ist somit zu vermeiden und erspart uns dafür ein paar Stufen.
Einige der Einheimischen bereiten sich entsprechend auf den Event vor: Sportklamotten und Turnschuhe, Kniebandagen, Salbe gegen Muskelkater und wahrscheinlich nimmt auch die Kundschaft in den zahlreichen Fussmassage-Shops der Stadt am Abend schlagartig zu. Ganz nach asiatischer Mentalität haben einige auch ihre Kamera und Handys im Anschlag, um den ganzen Aufwand entsprechend bildlich zu dokumentieren. Nachdem sich alle Treppenläufer entsprechend ihrer Stockwerkzugehörigkeit am Versammlungspunkt getroffen, ihre Präsenz auf dem Unterschriftenformular bewiesen und ein paar Worte der Verantwortlichen über sich ergehen liessen, konnten wir wieder – diesmal per Lift – in unsere Büros zurueckkehren. Wo einem dann noch ein paar Dankesworte über die Lautsprecher für die Beteiligung zuteil wurden.
Für den ganzen Spass des Runterlaufens in gemächlichem Tempo habe ich zwanzig Minuten gebraucht und zugegenermassen, trotz meinen regelmässigen Einsätzen auf dem Laufband, etwas müde Beine gehabt. Ich hoffe, das heimliche Stretching im Büro hilft, und ich kann morgen mit einem Lächeln durch die Gänge flanieren und auf die Frage, wie geht’s, parieren: super danke, war doch ein Klacks. Erste Schadensbekämpfung plane ich heute beim Apero der Schweizer-Community gleich mit ein paar Gläsern Alkohol zu bewerkstelligen.