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Mittwoch, 18. Januar 2017

Ankommen in Buenos Aires

Gestern morgen bin ich nach dem 13-stündigen Flug in Buenos Aires angekommen. Eine neue Destination auf der anderen Seite der Welt, in der ich mich in den vergangenen Jahren hauptsächlich aufgehalten habe. Deshalb ist ein bisschen Angewöhnungszeit notwendig, Asien steckt mir irgendwie noch etwas in Blut. Erst mal die Sprache. Obwohl ich schon Spanisch gelernt habe und eigentlich gut konnte, kommt mir Mandarin immer in den Weg. Einen geraden Satz selber aussprechen? Davon bin ich noch weit entfernt... Lesen geht ganz gut, gestern habe ich bereits den ersten Artikel in einer lokalen Zeitung gelesen: darüber was Trump zur EU zu sagen hat, und das ganz verstanden. Eine gute Grundlage, jetzt muss ich einfach noch mehr eintauchen und aufmerksam zuhören, rund um mich.

Weiter sieht man, dass Argentinien grossartige Zeiten hatte, aber gerade mit schwierigen Umständen kämpft. Vieles wirkt etwas runtergekommen aber trotzdem lebendig und voller netter kleiner Lokale, Shops, den allgegenwärtigen Mikrocioscos, Kioske an denen man sich mit dem nötigen eindecken kann. Bisher habe ich nur mein Quartier erkundet, schlussendlich war ich nach dem Flug schon etwas geschafft und der Temperaturunterschied hat mich etwas mitgenommen, aber es ist problemlos rumzulaufen und das Leben in Buenos Aires zu entdecken. Einzig auf die Unebenheiten der Trottoirs und die zahlreichen Hundehaufen, die auf selbigen rumliegen, muss man ein aufmerksames Auge haben.

Dann das Geld. Es gibt zwar zahlreiche Möglichkeiten es auszugeben, aber davon zu bekommen, ist etwas schwierig. Die Bezugsmöglichkeiten an den Geldautomaten sind limitiert, die Automaten etwas rar. Ungeachtet davon, was einem der Automat schliesslich aushändigt, es gilt immer die gleiche Gebühr von ca. 6 CHF. Die verlangten Preise sind beachtlich. Ein Kaffee Latte kostet etwa 3 CHF, und gestern habe ich für ein Abendessen mit Fleischspiess und einem Glas Wein knapp 30 CHF bezahlt. Für mich ist das ok, damit habe ich gerechnet. Aber wie machen das die Einheimischen? Es gibt natürlich günstigere Möglichkeiten sich zu verpflegen, zahlreiche Shops bieten ein Gettränk und ein Sandwich für etwa 7 CHF an. Cola und Sandwich ist jedoch nicht unbedingt die gesündeste Form der Ernährung. Dafür gibt es Früchte- und Gemüseläden, da kann man sich eindecken und dies zu vernünftigen Preisen. Bestimmt werde ich in der Schule mehr über die Lebensumstände in Argentinien erfahren und lernen können.

Für heute habe ich mir die Erkundung der Innenstadt vorgenommen. Eine Karte für die U-Bahn, oder Subte wie es hier heisst, habe ich mir bereits besorgt. Ausgeschlafen bin ich, meine dritte Tasse Kaffee ziehe ich mir hier beim Schreiben im Frühstücksraum gerade rein. Kann also nichts schief gehen.

In dem Sinne, beste Grüsse aus Buenos Aires. Ich mache mich auf die Socken, damit ich weiteres aus der Metropole am Rio de la Plata berichten kann.

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