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Montag, 6. März 2017

Update der letzten Wochen 3 - El Calafate & El Chalten

Die letzte Woche war ich mit dem Mietauto unterwegs und bin von hier nach El Calafate - mit dem berühmten Perito Moreno Gletscher und El Chalten - mit dem berühmten Fitz Roy Massiv aufgebrochen. Meine Feuertaufe auf patagonischen Strassen habe ich bestanden. Obschon das Abenteuer etwas verhalten angefangen hat. Bei Ankunft hier habe ich gleich mal die Location für die Mietwagenübernahme ausgecheckt und war etwas überrascht, dass es sich um ein total verriegeltes und mit Sicherheitsschloss ausgestattetes Gebäude gehandelt hat. Nach einer Recherche im Internet kam eine andere Adresse zutage, da bin ich auch vorbei und dabei handelte es sich um ein in Renovation befundenes Haus mit herumhängenden Kabeln und Baugeräten. So weit so ein bisschen beunruhigend. Bei Abholung hat sich dann herausgestellt, dass die Renovation der Ort des Geschehens war. Eigentlich  wollte ich das Auto fassen und los. Doch nichts da. Es braucht bestimmte Papiere für den Grenzübertritt (die hatte ich aber bestellt) wo noch meine Passnummer drauf muss (was die ja wussten und somit schon längst über die Agentur hätten klären können). Und das dauert. Ich könne erst etwa in 2 Stunden los, hiess es. Da mein Weg weit war, wollte ich eigentlich spätestens um 11.00 unterwegs sein. Das wurde erst mal nichts. Also zurück in den Coffee Shop und lesen. Dabei hat sich mein iPad so leergesaugt, dass ich wegen Strom und Ladekabel wieder ins Renovationshaus bin. Da ist der Angestellte selber auch gleich eingelaufen, weil er mein Navi abgeholt hat (auch das war übrigens bestellt). Es funktioniere, sage sein Kollege. Hat sich aber als Irrtum herausgestellt... Nun denn, plötzlich ging alles ruck zuck, meine Papiere seien da, ich müsse das Auto rausfahren, er das Tor verrriegeln und zu einem weiteren Termin. Und als ich dann merkte, dass das Navi wirklich nicht ging und mein iPad noch im Haus am Strom hängt, da war der werte Herr bereits weg und alles zu. Mein Stresspegel hat sich kurzfristig erhöht. Ich konnte mich dann durchs Tor quetschen, eine Nachricht unter der Tür durchschieben und mit der Karte auf meinem Telefon navigieren. Ich bin also los und die nächsten 350 km bis El Calafate hat mich das Adrenalin ziemlich durchgepusht, dass ich alles ohne Pause (bis auf die Formalitäten in den jeweiligen Grenzposten) hinter mich brachte. Ich bin also in einem Stück angekommen.

Mit Sheepy und Jeepy on the road
In El Calafate habe ich mit gefühlten Millionen anderen den Perito Moreno Gletscher besucht und in El Chalten nicht gerade mit gefühlten Millionen aber sonst genügend Leuten ein bisschen die wenigen Wanderwege abgeschritten. Würde ich zum Besuch der beiden Orte raten? Wenn man Zeit hat, ja. Ansonsten kann man sie getrost weglassen und entsprechend den Torres del Paine besuchen, da gibt es mehr Möglichkeiten um sich auszutoben.

Mein Geburtstag in El Chalten habe ich beim Wandern, bei gutem Essen, einem Drink und einem vom Hotel geschenkten Küchlein verbracht.

Die Rückfahrt(en) erst nach El Calafate und am nächsten Tag nach Puerto Natales habe ich entspannt verbracht, kannte ja die Strecken von der Hinfahrt. Zwei Dinge sind wichtig, wenn man in Argentinien unterwegs ist: immer tanken, wenn man kann und immer Geld abheben, wenn man kann. Denn wenn man muss, dann kann es an allen Ecken und Enden fehlen.

In dem Sinne, bin ich wieder im Zen und auf zukünftige Eventualitäten vorbereitet.

Häbet Sorg!


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