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Sonntag, 25. September 2016

Fazit Christchurch

Den Temperatursturz gilt es zwar zu verwinden aber alles in allem ist mir ein grossartiger Einstieg in Christchurch vergönnt gewesen. Die Bewegung kam nicht zu kurz, vom Mt. Cavendish bin ich über den Bridle Path wieder in die Talstation gewarndert. Dieser Pfad hat in den frühen Jahren der Besiedlung die Orte Christchurch und Lyteltton miteinander verbunden, heute gibt es einen bequemen Tunnel. Ein bisschen mulmig war mir jedoch schon zumute, wenn man bedenkt, dass so heftige Erdbeben gewütet haben und da doch der eine oder andere Felsbrocken runterkommen würde, wenn dies wieder passiert. Die Erde blieb jedoch bei meinem Besuch ruhig - was sie ja auch in den letzten fast sechs Jahren bereits wieder getan hat.

Christchurch ist klein und überschaubar und zu Fuss ebenfalls bestens zu erkunden. Viele der Sehenswürdigkeiten von früher liegen jedoch seit den Erdbeben darnieder, dafür sind andere entstanden Auch die Erbeben haben Eingang in die lokale Kultur gefunden und Quake City ist ein Museum, das sich den Ereignissen widmet. Dabei werden die unterschiedlichsten Aspekte berücksichtigt - die Tragischen wie auch die Kreativen. Sogar die Toiletten sind spielerisch in das Ganze einbezogen. Wegen der zusammengebrochenen Infrastruktur konnten die WC's in den Häusern nicht mehr benutzt werden und die Menschen mussten anfangen, ihre Hinterhöfe entsprechend umzufunktionieren. Ein bisschen wie beim Campen in der freien Natur. Ein Aufruf, die verschiedensten Formen zu Dokumentieren, hat zu zahlreichen Zusendungen von Fotos geführt. Und die zieren jetzt die Toilettentüren von Quake City:


Es geht immer weiter, das Leben. Und es findet sich ein Weg. Auch wenn es noch andauert wie hier und das Gesicht der Stadt verändern und die Menschen prägen wird. 

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